Das Schicksal ist ein mieser Verräter - ein kurzer Bericht

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Quelle
Obwohl ich nicht sonderlich an der Verfilmung von "The Fault in Our Stars" interessiert war, zog es mich schließlich doch - wie so viele - in das Kino. Zum Glück! Denn "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" stellte sich als vieles heraus. Nur eben nicht als mies.   

 Mit einem Zitat:

Kein Aug' im Zuge, das tränenleer (bis auf ein paar harte Brocken), wie es Theodor Fontane so schön in seiner Ballade "John Maynard" formulierte.

Wieso wollte ich den Film eigentlich nicht sehen?

Die Antwort darauf ist ganz einfach. Ich hatte viel zu viel Angst von der Verfilmung enttäuscht zu werden. Für mich sollte sich eine Buchverfilmung so nahe wie möglich am Buch halten. Einige dagegen tendieren in die Richtung Buch und Film zu unterscheiden. Aber ganz ehrlich: Wenn man ein Buch verfilmt, sollte man sich an die Handlung des Buches halten. Wer das nicht macht, sollte sich doch bitte etwas eigenes für einen Film einfallen lassen!

Wieso wurde ich dennoch überzeugt?

Die Verfilmung kommt bleibt handlungtechnisch dem Buch äußerst getreu, ausgelassene Stellen fallen überhaupt nicht ins Gewicht.
Hatte ich in der ersten Szene, in der Ansel Elgort als Augustus Waters auftrat, zwar noch Bedenken über seine Besetzung,  verschwanden diese spätestens in der nächsten. Auch der Rest des Cast brachte eine grandiose Leistung, über zeugte vollkommen in seiner Rolle. Nur Laura Dern als Mrs. Lancaster gefiel mir stellenweise nicht so gut.
"Das Schicksal ist ein mieser Verräter" hat mich berührt und nicht nur mich, den ganzen Saal,  zum Lachen und zum Weinen gebracht.

Mein Highlight:

Jake Bugg.  Ja, das hat weniger mit dem Film an sich etwas zu tun, dafür aber mit der Musik. Und als Fan von ihm, freut man sich natürlich "Simple As This" im Soundtrack geliefert zu bekommen.

Fazit:

"Das Schicksal ist ein mieser Verräter" ist eine klasse Buchverfilmung! Noch nie ist mir ein Film so nahe gegangen und die Packung Taschentücher, die eine Freundin mitgebracht hatte, war bitter nötig. Ab der Szene in Amsterdam waren überall im Kinosaal Schluchzer und das Rascheln der Verpackungen zu hören, wenn jemand ein neues Tüchlein brauchte. Unbedingt ansehen!
Natürlich finde ich "The Fault in Our Stars" meilenweit besser, was für das Buch spricht, aber wenn ich trotzdem mit Begeisterung über den Film schreibe, spricht das auch für sich.

Kommentare:

  1. Du hast völlig recht. Eine tolle Buchverfilmung und zum Glück hatte ich meine Taschentücher nicht vergessen :D
    LG Elsa.

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  2. Und noch eine, die es gepackt hat :)
    Deine ersten Zweifel kann ich sehr gut nachvollziehen, genauso ging es mir auch. Und Mrs Lancaster ging mir zwischendurch auch richtig auf die Nerven. Aber da der Rest so rund war, kann man das ja getrost unter den Teppich kehren. :)

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    1. Normalerweise lassen mich die meisten Buchverfilmungen enttäuscht zurück, und bei einem so tollen Buch wie "The Fault in Our Stars" geht das dann sehr schnell.

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