Das etwas andere Notizbuch


Der hochintelligente Schüler Light findet eines Tages ein Notizbuch auf der Straße. Dabei handelt es sich nicht um irgendein x-beliebiges. Es ist das "Death Note" des Todesgottes Ryuk. Dem Besitzer ist nun die macht über Leben und Tod zu entscheiden gegeben. Denn schreibt er den Name
n eines Menschen ( dessen Gesicht er außerdem kennen muss) in das harmlos wirkende Büchlein, ist es nur eine Frage der Zeit, bis dem Opfer das letzte Stündlein schlägt.Sehr bald schon macht sich Light das "Death Note" zu Nutze und beschließt  die Welt von allen Übeltätern zu befreien.

Aber was ist Gerechtigkeit? Wo fängt sie an? Wann hört sie auf? Kann Mord mit Tod bestraft werden und ist man dann nicht selbst ein Mörder?
Während Light sich anfangs noch in einer moralischen Zwickmühle befand, ändert sich seine Einstellung ziemlich schnell, wobei es schon fast fanatisch erscheint, mit welcher Begeisterung er sich darauf ans Werk setzt seine idealistischen Gedanken in die Tat umzusetzen.

"Vom Idealismus zum Fanatismus ist es nur ein Schritt" - Ulrich Erckenbrecht

Schließlich glaubt er das "Richtige" macht und der Menschheit durch seine Säuberung Gutes tut. Sein ebenso schlauer Gegenspieler L dagegen denkt er handelt im gerechten Sinne, wenn er versucht Light von seinem Vorhaben abzubringen.
Das hat mich immer wieder zum nachdenken gebracht. Man muss sich nur vorstellen, was passiert, wenn so ein Notizbuch wirklich existieren würde!


Doch nicht nur deshalb gefällt mir der Manga so gut, es ist die Intelligenz der beiden Gegenspieler, die die Geschichte derart spannend macht. Es ist ein Rätselraten nach dem anderen herauszufinden, was wohl als Nächstes geschehen wird. Beide versuchen so viel Informationen wie möglich über den anderen herauszufinden. Dabei verhält es sich zwischen den beiden wie ein Katz-und-Maus-Spiel, was zu Folge hat, dass sich die Seiten fast von selbst umblättern, in dem Maße weiß "Death Note" zu fesseln.
Im Mittelpunkt steht vorerst einmal Light. Einerseits ist der Junge durchaus ein Mensch, den man sympathisch finden könnte, wenn er sich nicht moralisch fragwürdig zum Richter der Menschheit aufschwingen würde. Einschätzen kann man ihn jedoch nicht ganz. Vielleicht ändert er sich im Laufe der Reihe noch, obwohl mir das eher zweifelhaft erscheint. Aber man kann sich bei ihm nie ganz sicher sein. Nicht selten hat er bereits die ein oder andere Überraschung aus dem Ärmel geschüttelt.
Über L erfährt man im Gegensatz nur sehr wenig, genau genommen weiß kaum mehr über ihn als Light

Nicht minder ist der schöne Zeichenstil zu loben, der mir wirklich ausgesprochen gut gefällt. Die Perspektiven der Panels wechseln übersichtlich, Hintergründe sind meist sehr detailliert gezeichnet, ebenso wie wichtige Charaktere. Personen die dagegen nur im Hintergrund als Bildfülle dienen machen dies auch klar und sehen sich oft äußerst ähnlich. Störend war dies allerdings nie, denn im nächsten Panel waren sie normalerweise sowieso nicht mehr zu sehen.

"Death Note" ist ein auf ganzer Bahn überzeugender Reihenauftakt, der Lust auf mehr macht. Wer noch zögerlich um den Band rumschleicht sollte sich einfach trauen, denn der Manga ist absolut lesenswert.


Kommentare:

  1. Du hast aber das wichtigste vergessen: Ryuk! xD
    Ich habe vor langer Zeit mal den Anime gesehen (nicht bis zum Ende, glaub ich) und fand den auch spitze. Hab dann auch mal Band 1 der Mangas gelesen und fand den genauso gut, aber hab dann irgendwie die Lust verloren, kannte ja auch die Story schon.

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    1. Stimmt, Ryuk ist wirklich eine Attraktion und wirklich sehr sympathisch! :D
      Deswegen habe ich mir den Anime noch nicht angesehen, weil ich nicht alle Wendungen bereits kenen wollte. Wenn mir der Manga aber weiterhin so gut gefällt, werde ich ihn mir aber mal ansehen.

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  2. Oh wow danke für diese ausführliche Rezi! Überlege immer mal wieder ob ich Death Note beginnen soll. Einige finden die Reihe aber grandios, aber genauso viele mögen sie gar nicht. Ich hab ehrlich gesagt auch bisher kaum ein Manga in dem Genre gelesen, da ich doch eher immer der Fantasy oder Magical Girl Typ war. Werde jetzt Death Note trotzdem mal ausprobieren und wer weiß, vielleicht dadurch auch mal mehr in dem Genre lesen.

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    1. Was für viele - denke ich zumindest mal - ein Problem an "Death Note" darstellt, ist vermutlich Lights etwas zweifelhafte Moralvorstellung. Trotzdem kann ich dir den Manga wirklich nur empfehlen, denn die Geschichte ist einfach so spannend.

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  3. Ich konnte mit Death Note nicht viel anfangen :/ Bin echt nicht so der Leser von Shonen Mangas xD Ich mochte die Charaktere nicht usw.
    Aber zumindest überrascht der Manga mit extremen Plot-Twists.

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    1. Was Plot-Twists betrifft, bin ich schon sehr gespannta auf das, was noch kommen wird. Mir schwant irgendwie nichts Gutes x)

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  4. Huhu! :)

    *Awww* wie ich diesen Manga LIEBE!! Ein düsteres Szenario, unglaubliche Protas, ein wunderschöner Zeichenstil und bis zum Schluss Spannung ohne Ende!! *-* Ich wünsch dir noch ganz viel Freude mit den Folgebänden und kann versprechen, dass dich DER Manga und Anime Erfolg sicher nicht enttäuschen wird. :)

    Liebste Grüße
    Nina ♥♥♥

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    1. Vielen Dank! Ja, dass denke ich auch, denn bisher finde ich die Reihe wirklich super :D

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